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Verwaltungsgemeinschaft Hügelland-Täler

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In Waltersdorf nachgeschaut 2019

Seit dem letzten Besuch des „Dorfkurier“ in Waltersdorf hatsich einiges getan , kann der Gemeinderat um Bürgermeister
Ralf Müller zahlreiche abgeschlossene Projekte vorweisen.Inzwischen sind alle gemeindebezogenen Flächen erneuert
und auf den aktuellen Stand gebracht. Besonderen Wert wurde dabei auf die Infrastruktur für sämtliche Medien gelegt.
Energie- und Kommunikationsmedien liegen inzwischen sicher im Erdboden, so dass das Ortsbild deutlich profitierte.
Ebenso sind die Wasser- und Abwasserleitungen neu verlegt und daher auf dem aktuellen Stand. Zuletzt stand im Jahr
2016 die Sanierung des Haineweges und der angrenzenden Grünanlagen auf dem Programm. Mehrfach im Jahr ruft der
Gemeinderat zu Arbeitseinsätzen in der Ortslage auf, wobei sich die Alt-Einwohner von Waltersdorf deutlich stärker engagieren,
wie zu erfahren ist. Hier wäre es wünschenswert, würden sich alle Einwohner, also auch aus dem Neubaugebiet,
gleich stark einbringen. „Es wäre schön, wenn wir die Arbeiten auf breite Schultern verteilen könnten. Alternativ stünde der Eiatz von Firmen zur Erledigung dieser Arbeiten zur Debatte. Dies kostet jedoch Geld, welches uns definitiv nicht zur Verfügung steht, sinken doch die Bedarfszuweisungen durch das Land immer deutlicher.

Zudem steigen zeitgleich die Ausgaben für Kreisumlage oder Kita-Gebühren“. Zu den wichtigsten Arbeitseinsätzen zählt der Bürgermeister übrigens die Aktionen rund um das Gemeindehaus sowie den Herbstputz. Momentan beschäftigt auch die 147 Jahre alte Eiche
den Gemeinderat permanent. Ein Gutachten, welches erstellt wurde, belegt den desolaten Zustand des Baumes. Allein mit
dem Umbau der Krone, welcher die Windlasten minimieren soll, ist langfristig kein ausreichender Erfolg zu erzielen. „Mittelfristig
ist die Standsicherheit nicht mehr gegeben, so dass der schöne Baum in absehbarer Zeit einem neuen Baum
Platz machen muss“, bedauert der Bürgermeister die unangenehme Situation.
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, es ist übers ganze Jahr etwas los im Ort. Nicht nur die Osterwanderung oder das Walpurgisfeuer bilden einen Anziehungspunkt.
Mit Rentnernachmittagen, Bastelnachmittagen, Herbstfest oder dem kleinen Weihnachtsmarkt für das
gesamte Dorf bei Familie Isbrecht sind kleinere und größere Highlights in Waltersdorf garantiert.

Hinzu kommen Skatrunden und erstmalig im Jahr 2018 die Rentnerweihnachtsfeier im eigenen Gemeinderaum. Immerhin 37 Senioren verzeichnet die Tälergemeinde derzeit, weshalb die Entscheidung zur Feier im eigenen Ort freudig aufgenommen wurde. Gerade
noch rechtzeitig zur Weihnachtsfeier in Waltersdorf schlossen die Verantwortlichen die energetische Sanierung des
Gemeideraumes ab.

Mit der Erneuerung der Fenster, der Umstellung auf LED-Beleuchtung sowie natürlich einer neuen
Farbgebung ist hier ein Grundstein für die Zukunft gelegt. An dieser Stelle vermerken die Gemeinderatsmitglieder, dass
hierbei auch das Bauamt der VG Hügelland-Täler einen maßgeblichen Anteil an der schnellen und korrekten Umsetzung
hatte. Seit längerer Zeit sucht der Waltersdorfer Gemeinderat nach einer Möglichkeit, einen Freizeitplatz, besonders für die
jüngere Generation, zu errichten.

Doch noch immer sind einige Hürden in Sachen Grundstückskauf zu überwinden. „Wir sind aber an der Sache dran“, meint der Bürgermeister positiv gestimmt. Da helfen auch die, überaus spendenfreudigen, Gewerbetreibenden im Ort momentan noch nicht weiter – solange die rechtlichen Dinge noch nicht in „Sack und Tüten“ sind. Als echtes Sorgenkind bezeichnet er die Tälermühle. Zu Waltersdorf gehörend, ist momentan kein Eigentümer auffindbar. Dennoch sind Sicherungspflichten durch die Gemeinde zu erbringen, welche wiederum Gelder verschlingen sowie Aufwand in Anspruch nehmen.

Gemeinsam mit dem Landratsamt sucht der Gemeinderat auch hier nach an einer Lösung. Übrigens haben die Waltersdorfer in diesem Jahr eine Chance zum Feiern verpasst. Auf 660 Jahre erstmalige Ortserwähnung können die derzeit 163 Einwohner des Ortes stolz sein. „Wir haben das Jubiläum einfach nur etwas zu spät so richtig mitbekommen. Dafür irgend etwas in aller Eile aus dem Boden zu stampfen, wäre sicher nicht gut gewesen“, sagt Ralf Müller mit Blick auf die ausgefallene Feier.

Ortstchronist Norbert Miosga fand übrigens heraus, dass es zwar deutschlandweit insgesamt 18 gleichlautende Ortschaften gibt, doch einzig das Waltersdorf im Saale-Holzland-Kreis verwaltet sich noch selbst. Wie lange dies noch so bleibt, liegt jedoch nicht in den Händen von Ralf Müller und seinen Gemeinderäten Monique Ziermann, Friedhelm Blöthner, Frank Isbrecht, Mike Putze, Ingo Putze und Ingo Beling. Mit ihnen arbeitet er im Übrigen sehr gut zusammen und bedankt sich ausdrücklich bei ihnen für die konstruktive Zusammenarbeit.

Noch immer endet der Täler-Radweg am Ortseingang von Waltersdorf. Langfristig hoffen die Gemeinderäte sowie der Bürgermeister auf die Fortführung des Radweges durch den gesamten Tälerbereich. Dazu wurde der Beitritt zum „Regionalen Entwicklungskonzept Alfred Brehm“, welches die Gemeinden Tautendorf, Eineborn, Ottendorf, Kleinebersdorf, Renthendorf, Lippersdorf-Erdmannsdorf und Waltersdorf unter
Federführung des Bauamtes der VG aufgelegt haben, beschlossen.

Text: Veit Höntsch