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Verwaltungsgemeinschaft Hügelland-Täler

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In Waltersdorf nachgeschaut 2014

Waltersdorf2014_17Seit dem letzten Beitrag über die Gemeinde Waltersdorf  im Jahr 2008 ist – vor allem im Juni letzten Jahres- viel Wasser die Roda hinabgeflossen.  In diesem Zusammenhang erwiesen sich die in den Jahren zuvor durchgeführten Maßnahmen zur Uferbefestigung als wichtig im Sinne des Hochwasserschutzes. Es wurden ausschließlich zweckgebundene Mittel hierfür eingesetzt. Zum einen wurde die Uferböschung, die durch frühere Hochwasser zu Abspülungen und Auskehlungen unterhalb der Fußgängerbrücke geführt hatten, korrigiert und mit unterschiedlich großen Steinen stabilisiert. In einem zweiten Bauabschnitt wurde die Mauer im Bereich dieser Brücke straßenseitig  erneuert. Dazu war es erforderlich, die Brücke abzunehmen. Bei dieser Gelegenheit wurde das Lager neu betoniert und die Holzkonstruktion teilweise erneuert. Für die neue Mauer wurden Natursteine verwendet, die dem unmittelbaren Umfeld in ästhetischer Hinsicht gerecht werden.  All das konnte nicht verhindern, dass im letzten Jahr die Roda auch in Waltersdorf über die Ufer trat. Größere Schäden an Gebäuden waren zwar nicht zu verzeichnen, im Altdorf drückte das Grundwasser in einige Keller. Oberhalb des Ortes und der Tälermühle wurden im Uferbereich eine ganze Anzahl von Bäumen unterspült und stürzten um.

Im Zuge der Dorfverschönerung wurden z.B. die Uferbereiche der Roda von Wildwuchs befreit, wobei auch eine ganze Anzahl stattlicher Bäume den Kettensägen zum Opfer fielen, und eine Anlage an der ehemaligen Gasflaschenstation mit Pflanzen und Natursteinen aufwendig neu gestaltet . Das alles geschah auf freiwilliger Basis und einige Einwohner  waren schon erstaunt, dass mehr als 30 Helfer mit großem Engagement bei der Sache waren.

In einer vorhergegangenen Aktion wurden ebenso tatkräftig die Räume des Gemeindehauses renoviert, d.h. neu tapeziert und gestrichen. Einige Frauen nähten Gardinen und wagten sich sogar, die Stühle mit neuem Stoff zu beziehen. Schließlich wurde die Küchenzeile mit neuen Möbeln ausgestattet. Als Resultat entstanden drei ansprechend gestaltete Räume, die für diverse Gelegenheiten genutzt werden können. Davon wird regelmäßig Gebrauch gemacht. So treffen sich besonders vor den großen Festtagen Frauen, um in lustiger Runde Möglichkeiten der künstlerischen  Gestaltung jeglicher Art im Austausch vorzustellen.

Einmal im Monat wird in einer Männerrunde zünftig Skat gedroschen, wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt. Vor einem Jahr wurde das Umfeld der historischen Eiche neu hergerichtet und für die Senioren eine rustikale Rentnerbank aufgestellt.       

Hofweihnachtsmarkt_2013Bei all diesen Aktivitäten wurde auch an größere Veranstaltungen gedacht. Erinnert sei an das Dorffest 2010 mit Lampionumzug mit Blasmusik für die Kinder und einem stimmungsvollen Lagerfeuer für alle. Sehr viel Zuspruch fand auch wieder der Weihnachtsmarkt im Dezember 2013 im Hof der Familie Isbrecht. Hier war für das leibliche Wohl bestens gesorgt und einige Einwohner boten in liebevoller Handarbeit gefertigte Produkte an.

Leider ruht die Organisation und Durchführung solcher Veranstaltungen in der Regel immer auf den gleichen Schultern, es fehlt einfach das Interesse in der Breite.
Neben den positiven Ereignissen gibt es wie in jeder Gemeinde auch in Waltersdorf  Dinge, die leider nicht zum Nutzen der Einwohner sind. So musste die Einsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr ihre Selbständigkeit aufgeben und wurde der Wehr in Tröbnitz angegliedert. Im Ernstfall werden sich also zwangsläufig die Rettungswege verlängern. Ein wesentlicher Grund hierfür war der schon über Jahre fehlende Nachwuchs für diese wichtige freiwillige Tätigkeit. Im gleichen Zeitraum löste sich auch der Feuerwehrverein auf, sodass es im Moment  keinen offiziellen Verein im Ort gibt. Mit der altersbedingten Schließung der traditionellen Gaststätte hat ein weiterer wichtiger Bestandteil des Ortes praktisch aufgehört zu existieren. 
 

Waltersdorf  hat mit Stand vom 30.1.2014 genau 180  Einwohner, konnte also in den letzten Jahren durch Zuzug und Geburten wieder leicht zulegen.
Diese Tendenz  und das zum Glück nie erlahmende Engagement einiger Aktiver geben Mut zu einer positiven Wende auch in der kulturellen Entwicklung dieses schönen Ortes. ( N.M.Februar 2014)